24 01 2019

Die einfache Erfolgsformel für neue Patienten: Hohe Qualifikationen plus Arztbewertungen

Wie kann ich als Arzt die Möglichkeiten des Internets nutzen, um neue oder spezielle Patienten für meine Praxis zu gewinnen? Diese Frage stellen sich viele und denken dann vor allem an Praxishomepage oder auch noch an Social Media mit Facebook. Das Portfolio der Profis im Praxismarketing igeht aber weiter. Hier möchten wir zwei effektive Bausteine vorstellen, die für einen kontinuierlichen Zuwachs neuer Patienten in der Arztpraxis sorgen.

 

Qualifikationen zeigen

Immer mehr Patienten orientieren sich bei ihrer Arztwahl an eigener Internetsuche oder -recherche. Umso wichtiger ist es, nicht nur ein sympathisches, sondern auch ein kompetentes Profil zu zeigen. Kompetenz oder Qualifikation lassen sich dabei sehr gut dokumentieren: Abschlüsse von Universitäten, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Mitgliedschaften und Weiterbildungen in Fachverbänden oder -gesellschaften. Gerade hier eröffnen sich oft interessante Perspektiven für Mediziner. Zertifizierungen solcher Gesellschaften können implizit die beruflichen Erfahrungen mit einer bestimmten Anzahl erfolgreicher Behandlungen, Therapien oder Operationen zeigen, welche sonst nicht explizit beworben werden dürfen. 

Ein Beispiel:

Ein Zahnarzt - Fachgebiet Implantologie - darf auf seiner Praxishomepage nicht von den Hunderten Implantaten sprechen, die er schon mit Erfolg gesetzt hat. Dabei würde genau das viele Patienten interessieren und schnell überzeugen. Über die Deutsche Gesellschaft für orale Implantologie (DGOI) oder eine andere implantologische Fachgesellschaft bekommt der Zahnarzt aber trotzdem die Möglichkeit, diese Erfahrung indirekt herauszustreichen und mit einem Zertifikat zu belegen. Denn für DGOI-Zertifikate wie „Geprüfter Experte der Implantologie“ besucht er nicht nur Fortbildungen oder Schulungen. Er muss zugleich eine bestimmte Anzahl erfolgreicher Implantationen und eine zeitliche Mindesterfahrung nachweisen. Patienten bleiben diese Voraussetzungen keineswegs verborgen, denn sie recherchieren intensiv zu Ärzten oder Gesundheitsthemen und können sich solche transparenten Kriterien schnell erschließen.

Hast Du in Deinem Fachbereich ähnliche Möglichkeiten? Oder möchtest Du lieber auf positive Arztbewertungen setzen?

 

Bewertungsportale und Arztbewertungen für sich nutzen

Portale, die es Patienten erlauben, ihre Ärzte zu bewerten, gibt es heute viele. Natürlich sind alle diese Bewertungen subjektiv. Die überwiegende Mehrheit der Patienten kann kein seriöses Urteil über medizinische Behandlungsqualität abgeben. Dennoch hat ihr Wort im Netz mittlerweile ein enormes Gewicht und die Betreiber der Portale unternehmen einiges, um den Bewertungen eine verlässliche Aussagekraft zu geben. Gegen diesen Trend kann sich auch niemand wehren, denn die Praxis der Arztbewertungen im Netz ist rechtlich abgesegnet. Deswegen sollte jeder Mediziner eher auf die Chancen der Arztbewertungen blicken und sie nutzen. Mit Sicherheit wird es hier und da negative Bewertungen geben. Dann ist Fingerspitzengefühl und gute Krisenkommunikation gefragt. Wiederholt sich Kritik zu bestimmten Punkten, ist aber vielleicht auch eine Überprüfung der Praxisabläufe angebracht. Und dieser Hinweis auf Verbesserungspotenzial ist dann auch ein positiver Aspekt der Arztbewertungen.

Aber Arztbewertungen können noch mehr. Sie wirken heute wie die alte Mund-zu-Mund-Propaganda, die früher vielen Ärzten das Einkommen sicherte. Die Arztbewertungen sind der digitale Nachfolger. Im Prinzip funktionieren sie aber genau wie die mündliche Empfehlung: Vertrauen, ein angenehmes Behandlungserlebnis und gute Behandlungsergebnisse geben Patienten gern weiter – in Gesprächen oder im Netz. Sie sind einfach auch stolz, so einen guten Arzt gefunden zu haben, wo andere nur über lange Wartezeiten oder schlechte Behandlungen nörgeln können. 

Aus diesem Grund solltest Du aktiv an Deiner Reputation durch Arztbewertungen arbeiten. Das heißt natürlich nicht, dass Du Mitarbeiter oder Bekannte und Verwandte für positive Bewertungen einspannst. Solche Einflussnahme auf die Bewertung ist leicht durchschaubar und fällt Dir dann nur auf die Füße. Aber spreche ruhig Deine Patienten an. Erforsche mit kurzen Fragen oder einem kleinen anonymen Fragebogen die Zufriedenheit Deiner Patienten und bitte sie dann gezielt um positive Arztbewertungen bei einschlägigen Portalen. Einfacher und günstiger kannst Du kaum gutes Praxismarketing machen.